Martin Hammann bester Geselle der Anlagenmechaniker
Der Endspurt bringt den Sieg
Wenn am 7. November in der Nagolder Stadthalle die Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft stattfindet, wird Martin Hammann aus Nagold gleich zwei besondere Auszeichnungen erhalten. Der 21-jährige Anlagenmechaniker wurde nicht nur Innungssieger, sondern auch 1. Kammersieger.
Seine dreieinhalbjährige Ausbildung absolvierte der frischgebackene Geselle bei der Firma Sanitär-Brezing in Ebhausen, wo er nach dem tollen Prüfungsergebnis natürlich übernommen wurde. "Ich bin schon immer mit ihm zufrieden gewesen und hoffe, dass er bei uns bleibt", erklärt Werner Brezing und freut sich über das herausragende Ergebnis. Gleichzeitig macht der Firmenchef deutlich, dass er regelmäßig Auszubildende einstellt und Martin Hammann bisher der erfolgreichste Jung-Geselle ist.
Im September 2005 hatte Martin Hammann nach dem Besuch der Realschule in Nagold seine Ausbildung als Anlagenmechaniker bei dem Ebhauser Sanitärbetrieb aufgenommen. Zuvor hatte er noch ein Praktikum absolviert und war auf Anhieb begeistert von diesem vielseitigen Beruf. "Das war mein Wunschberuf, und es ist schon eine ziemlich anspruchsvolle Ausbildung", sagt der Geselle in der Rückschau.
So vereinigt die Ausbildung quasi gleich drei Berufe als Heizungsbauer, Bauflaschner und Sanitärinstallateur und dauert aus diesem Grund auch dreieinhalb Jahre.
Bei der Zwischenprüfung zeichnete sich das hervorragende Abschließen noch nicht ab, doch danach drückte der Auszubildende mächtig aufs Gas und legte im Frühjahr einen Prüfungsdurchschnitt von 1,9 hin. "Die Prüfung war ganz schön anstrengend, aber ich war gut vorbereitet", sagt Martin Hammann in der Rückschau.
Besonders stolz ist er natürlich darauf, jetzt als Innungssieger im Kreis Calw und 1. Kammersieger der Handwerkskammer Karlsruhe ausgezeichnet zu werden. Zudem konnte der erfolgreiche Geselle als Kammersieger am Landeswettbewerb teilnehmen, wo er den fünften Platz erreichte. In Sachen Zukunft ist für ihn im Moment noch alles offen und in seinem Ausbildungsbetrieb will er in den nächsten Jahren erst einmal praktische Erfahrungen sammeln - doch die Meisterprüfung schwebt ihm natürlich schon vor.
(Artikel von Uwe Priesterbach aus dem Schwabo vom 31.10.2009)